Kompletter Leitfaden zum SEPA-Sozialversicherungsmandat: Zahlungen ohne Fehler
2026-01-31
Das SEPA-Mandat fuer die Sozialversicherung ist die Autorisierung, mit der Sie der spanischen Sozialversicherung (TGSS) erlauben, Beitraege direkt von Ihrem Bankkonto einzuziehen. Es ersetzt alte Lastschriftauftraege und sorgt fuer automatische, sichere Zahlungen.
Was die TGSS-Autorisierung bedeutet

Wie bei einem Streaming-Abo: Sie geben einmal die Zustimmung, danach werden Zahlungen automatisch ausgefuehrt. Das Mandat ist die rechtliche Grundlage fuer SEPA-Lastschriften.
Warum es fuer Unternehmen wichtig ist
- Automatische Faelligkeit ohne Verspaetungszuschlaege
- Einfachere Buchhaltung
- Klar definierte Rueckgabe-Rechte
- Zeitersparnis im Monatsablauf
SEPA CORE vs. SEPA B2B
Die TGSS nutzt ausschliesslich das SEPA CORE-Schema. Das gibt Ihnen Schutzrechte:
- Rueckgabe innerhalb von 8 Wochen ohne Begruendung
- 13 Monate, wenn kein gueltiges Mandat vorlag
Beim B2B-Schema entfaellt dieses Rueckgaberecht – deshalb ist es fuer Sozialversicherung unpassend.
| Merkmal | SEPA CORE (TGSS) | SEPA B2B |
|---|---|---|
| Rueckgabe | 8 Wochen / 13 Monate | Keine Rueckgabe |
| Zielgruppe | Verbraucher + Unternehmen | Nur Unternehmen |
| Bankpruefung | Optional | Pflicht |
Pflichtfelder im Mandat
Ein SEPA-Mandat muss vollstaendig sein. Wichtige Daten:
- UMR (Mandatsreferenz) – eindeutig, max. 35 Zeichen
- Glaeubiger – TGSS und deren Creditor ID
- Schuldnerdaten – Name, Steuer-ID, Adresse
- IBAN – korrekt und fehlerfrei
Zusaetzlich: Zahlungsart, Datum, Ort, Unterschrift.
Lebenszyklus des Mandats
- Ausstellen und unterschreiben
- Aenderungen melden (neue Bankverbindung = neues Mandat)
- Widerruf und Aufbewahrung (mind. 13 Monate nach letzter Abbuchung, empfohlen 6 Jahre)

Fehler vermeiden mit Automatisierung
Typische Fehler:
- Falsche IBAN
- Doppelte Mandatsreferenz
- Steuerdaten stimmen nicht
- Ungueltiges XML-Format
Automatisierungstools validieren Daten, erzeugen SEPA-XML und oft auch PDF-Mandate.
Hauefige Fragen zum Sozialversicherungsmandat
Was tun bei Bankwechsel?
Neues Mandat an die TGSS senden. Nur die Bank zu informieren reicht nicht.
Wie lange muss ich das Mandat aufbewahren?
Mindestens 13 Monate nach letzter Abbuchung, empfohlen 6 Jahre.
Muss ich bei Namensaenderung neu ausstellen?
Ja, weil der Schuldnername ein Pflichtfeld ist.
Darf ich dieselbe Mandatsreferenz mehrfach nutzen?
Nein. Die UMR muss eindeutig sein.
Mit ConversorSEPA erstellen Sie SEPA-XML-Dateien und Mandate automatisiert und fehlerfrei: https://www.conversorsepa.es.
Häufig gestellte Fragen
- Was passiert, wenn ich mein Bankkonto aendere, waehrend ein SEPA-Sozialversicherungsmandat aktiv ist?
- Sie muessen die TGSS direkt informieren und ein neues Mandat mit der neuen IBAN einreichen. Nur die Bank zu informieren reicht nicht. Andernfalls versucht die TGSS weiter vom alten Konto abzubuchen, was Ruecklastschriften und Zuschlaege ausloesen kann.
- Wie lange muss ich das unterschriebene Mandat aufbewahren?
- SEPA-Vorgaben verlangen die Aufbewahrung waehrend der Laufzeit und mindestens 13 Monate nach der letzten Abbuchung. In Spanien wird eine Aufbewahrung von mindestens 6 Jahren empfohlen, da TGSS oder Bank das Mandat bei Pruefungen anfordern koennen.
- Was ist der Unterschied zwischen SEPA CORE und SEPA B2B und welches nutzt die Sozialversicherung?
- SEPA CORE erlaubt Rueckgaben innerhalb von 8 Wochen ohne Begruendung (13 Monate ohne Mandat). SEPA B2B schliesst Rueckgaben aus. Die TGSS nutzt ausschliesslich CORE, damit Sie als Unternehmen diesen Schutz behalten.
- Muss ich bei einer Aenderung des Firmennamens ein neues Mandat erstellen?
- Ja. Der Firmenname ist ein Pflichtfeld und muss mit den Bankdaten uebereinstimmen. Bei Aenderung ist ein neues Mandat erforderlich, sonst koennen Einzuege abgelehnt werden.